Sjtub/Stöb: ein öffentliches Kunstprojekt
"Sjtub/Stöb" ist ein Wort aus dem Dialekt der Östlichen Bergbauregion Limburgs und des Aachener Reviers, das nur in dieser Sprache sowohl:Staub, als auch: Staublunge bedeutet.
Staublunge ist die gefürchtete Lungenkrankheit, Silicose, an der so viele Bergbauleute gestorben sind.
Sjtub/Stöb ist nun der Name eines öffentlichen Kunstwerks der Schweizer Künstlerin, Christine Munz (cmunz). In diesem Projekt arbeitet sie zusammen mit dem Philosophen Frans Geraedts, dem Komponisten Hardy Mertens, und Harrie Reumkens, dem künstlerischen Leiter des WMC Kerkrade.
Sjtub/Stöb untersucht die Rolle, welche die Erinnerungen an den Zechen und dem Bergbau in der Identität der Menschen spielen, die in dieser Region leben oder aus dieser Region stammen. Sjtub/Stöb setzt diese Rolle in Bewegung. Sjtub/Stöb setzt die Identität in Bewegung.
Das Projekt wird von 2009 bis 2013 entlang den Zyklus des WMC's Kerkrade verlaufen, und dabei zwei verschiedene Spuren ziehen.
Einmal die Spur der Gegenstände und ihren Geschichten. Es gibt fast keine sichtbaren Erinnerungen mehr an den Zechen in was jetzt „Parkstad Limburg" heiβt, aber die Leute haben zu Hause noch viel aufbewahrt, was die Erinnerung an der Bergbauzeit lebendig hält. Alle Menschen, alt und jung, werden gebeten einen Gegenstand dieser Erinnerung abzugeben, zusammen mit der Geschichte dieses Gegenstands. Christine Munz wird dann die Gegenstände und Geschichten in verschiedenen Präsentationen in den Jahren 2011, 2012 und 2013 benutzen.
Die zweite Spur ist die der Musik und des Atems. Hardy Mertens schreibt die Komposition:"Sjtub/Stöb", die ebenfalls in verschiedenen Stadien des Schaffensprozesses präsentiert wird. Für diese Spur wird ein spezielles Jugendblasorchester aus der Östlichen Bergbauregion zusammengestellt. Auβerdem werden die bekannten Brüder Steinman, alle Söhne eines Bergmanns aus Treebeek, mitwirken.
Alles um Sjtub/Stöb wirdt dokumentiert und festgelegt, und in der Sjtub-Kiste aufbewahrt.
Diese Kiste wird nach Abschluβ des Projektes in 2013 national und international ausgestellt werden.
So wird Sjtub/Stöb auch in 2015 in Heerlen und 2018 in Maastricht seinen Beitrag leisten können.
Sjtub/Stöb ist ein 3.0-Projekt, dessen Internetseite und sozialen Mediengruppen auch nach 2018 aktiv bleiben werden.
